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Bergwerke in Hora Svaté Kateřiny / St. Katharinaberg

Aus dem hier geförderten Erz, wurde in St. Katharina-Hütte das „schwarze Kupfer“ hergestellt, aus dem im 16. Jahrhundert in der Joachimsthal-Hütte Silber (und nach einigen Indizien auch Kupfer) gewonnen wurde. Ab den Beginn des 18. Jahrhundert wurde in der Sächsischen Hütte in Grünthal überwiegend Kupfer und nur als Nebenprodukt, das Silber gewonnen. Die ökonomische Bedeutung des Kupfers überwog das Silber.

Im Kataster des Dorfes gibt es 64 Stollen, davon 14, die eigene Namen bekommen haben. Die Bergwerke, bzw. deren ursprüngliche Teile, befanden sich an beiden Hängen des Stadthügels/Městský vrch und somit auch auf dem gegenüberliegenden, sächsischem Gebiet. Das ganze Revier erstreckt sich auf einer Fläche von 3 x 3 km. Das wichtigste Hauptbergewerk war der Nicolai-Schacht, der im Verlauf der gleichnamigen Erzader folgte. Der Nicolai-Schacht befindet sich überwiegend im Nordteil des Stadhügels, erstreckt sich aber bis zum Westrand von St. Katharinaberg. Durch den Stollen Katharina ist er auch mit dem gegenüberliegenden (südlicheren) Tal des Katharinabaches (früher Zobelbach) verbunden.

Die Bergwerke im Revier von St. Katharinenberg können wir in mehrere Gruppen aufteilen.
Als Erstes sind das der Bergwerkkomplex Nikolai-Katharina und die dazugehörenden Schächte im westlichen Teil des Stadthügels. Im nordwestlichen Stadtteil verläuft die bekannteste Erzader der Stadt, die den Namen Nikolai-Ader trägt. Später wurden die Stollen tiefer in den Hang (oberer, mittlerer und unterer Nikolaistollen) getrieben. Der neu getriebene Katharinastollen folgte dem Nikolaistollen und wurde mit ihm verbunden.

Außer der wichtigsten Nikolai-Erzader gibt es über 20 weitere, weniger ergiebige Erzadern, über die nur wenige Informationen bekannt sind, aber es kann davon ausgegangen werden, dass die Mineralzusammensetzung ähnlich ist. Weitere Bergwerke befanden sich im Hang unterhalb der heutigen „Gas-Grenz-Übergabestation Transgas a.s.“.  Den Bergwerkkarten und den oberirdischen Überbleibseln nach, befinden sich unmittelbar unterhalb der Station weiträumige ausgedehnte Grubenbauten. Diese werden seit dem 17. Jahrhundert als verlassen und eingestürzt geführt. Östlich befinden sich weitere 4 Erzadern und Stollen, die wichtigste war der Stollen „Tiefer Georgi“. Zuletzt nennen wir die Bergwerke unterhalb der ehemaligen Abfalldeponie und Bergwerke im Bereich Zobelgebirge, d.h. nördlich der Serpentinen der Straße, die nach Malý Háj/ Kleinhan führt.

Derzeit werden Vorbereitungsarbeiten an den Nikolai-Stollen durchgeführt, um diesen der Öffentlichkeit wieder zugängig zu machen. Die Wiedereröffnung soll im Sommer 2013 erfolgen.

Das wichtigste Bergwerk in dem sächsischen Teil des Reviers war das Bergwerk Fortuna Grube.